[18] Domagk G, Hegler, C (1942), Chemotherapie bakterieller Infektionen, Hirzel Verlag, Leipzig, S.36. In der 3. Auflage (1944) wiederholt er wörtlich diese Aussage (S. 42). In dieser Ausgabe berichtet er von einem Versuch mit einer Erdprobe aus dem Gebiet von Wyterba-Aleksino, etwa 50 km von Moskau entfernt (S. 57 und Craig W. H. Luther (2009), Ostfront 1941/42-Kampfhandlungen im Bereich der Heeresgruppe Mitte (22.6.41-1.5.42), S. 205, https://storage.googleapis.com/wzukusers/user-21564476/documents/5b64984d84fc6hrP9yo0/BOOK%2008%20-%20Supplementary%20Notes.pdf, zugegriffen 11.6.2021). Schon Ende 1942 hatte ihm in einem Feldpostbrief Obersturmbannführer S c h m i c k – als Chirurg in der Waffen-SS und mit Domagk korrespondierend – sein Interesse an den Ergebnissen von Erdproben um Smolensk mitgeteilt und Proben aus dem Gebiet des Kaukasus, seinem Einsatzgebiet, in Aussicht gestellt [Stummeyer D (2020), Domagk 1937-1951 – Im Schatten des Nationalsozialismus, Springer Heidelberg, S. 34; dieses Buch ist frei erhältlich im Netz unter der Adresse https://dokumen.pub/domagk-1937-1951-im-schatten-des-nationalsozialismus-1-aufl-9783662613863-9783662613870.html , zugegriffen 21.11.21]. Schmick ist in Menschenversuche im KZ Sachsenhausen und im KZ Buchenwald verwickelt (Hoßfeld U et al. [Hrsg] (2003), Kämpferische Wissenschaft – Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus, Böhlau Köln Weimar Wien, S. 373).

Gerhard Domagk (1895-1964)
Von Paul Bosse zu Domagk
Von Paul Bosse zu Domagk. Die Recherche einer Familiengeschichte (www.paul-und-kaete-bosse.de), der im Nationalsozialismus verfolgten Familie Bosse in Wittenberg, führt zu Gerhard Domagk, dem (zusammen mit den Chemikern Mietzsch und Klarer) Entdecker der antimikrobiellen Wirksamkeit der Sulfonamide.
Aus dieser Recherche sind zwei Bücher entstanden:
I. Detlev und Ute Stummeyer (2015) Paul Bosse. Seine Klinik in Wittenberg. Unerwünschte Wahrheitssuche, BoD Norderstedt.
II. Stummeyer D (2020) Domagk 1937-1951 – Im Schatten des Nationalsozialismus, Springer Heidelberg. Dieses Buch könnte genauso gut „Mythos Domagk“ heißen. Darum hat die jetzige Arbeit in ihrem Titel den Zusatz „Mythos Domagk – Teil II“ ( s. Die Gasbrandtherapie und ihr Umfeld, Anm. [18])